Aktivitäten der Feuerwehr 2013

Gefahrgutübungen - 17.01. + 24.01.2013

An den Abenden des 17. und 24. Januar fanden für die Feuerwehr Walldorf zwei Gefahrgutübungen statt.
Bei einem Gefahrgutunfall werden spezielle Schutzausrüstungen eingesetzt, um die Einsatzkräfte im Gefahrenbereich vor atomaren, biologischen und chemischen Gefahren zu schützen. Vor dem Verlassen des abgesperrten Gefahrenbereichs müssen sämtliche Einsatzkräfte, deren Ausrüstung sowie verletzte Personen oder geborgene Gegenstände ausgemessen, geprüft und gegebenenfalls dekontaminiert werden.
Hierzu werden Dekontaminationsplätze aufgebaut, die nach Ampelfarben getrennt eine Art Schleuse aus dem Gefahrenbereich in den sauberen Bereich definieren (rot = Schmutzbereich, grün = sauberer Bereich). Eine Verschleppung von Gefahrstoffen wird so verhindert.
Gerade die aktuelle Jahreszeit fügt jedoch diesem zeitintensiven Ablauf eine weitere Schwierigkeit hinzu, die Witterung. Aus diesem Grund wurde neben dem Standardablauf auch geprobt wie sich ein Dekontaminationsplatz in einem Zelt aufbauen lässt, um die Einsatzkräfte bei einem winterlichen Einsatz vor Kälte oder auch Niederschlag zu schützen.

Am 10. Januar fand bereits eine ergänzende Übung des Messtrupps statt. Dabei wurde das zuvor angesprochene Ausmessen von Einsatzkräften, die nach einem Strahlenschutzeinsatz aus dem Gefahrenbereich zurückkommen, geübt.

Jahreshauptversammlung - 01.03.2013

Am 01.März fand die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Walldorf mit Rückblick auf das Jahr 2012 im Haus der Feuerwehr statt.
Mit musikalischer Untermalung durch den Spielmannszug eröffnete Kommandant Frank Eck die Versammlung und begrüßte Bürgermeisterin Christiane Staab, den ersten Beigeordneten Otto Steinmann, Kämmerer Stefan Weißbrod sowie weitere Mitglieder des Walldorfer Gemeinderats und einige Partner und Freunde der Feuerwehr. Ebenfalls ein Willkommensgruß mit Geburtstagsglückwünschen ging an den ehemaligen Bürgermeister Heinz Merklinger, Ehrenmitglied der Feuerwehr Walldorf.
Auch nach Walldorf gekommen waren neben Unterkreisführer Herrmann Würzer aus Sandhausen, Jürgen Bodri (Kommandant Feuerwehr Wiesloch), Rainer Kircher und Gerolf Sauer (beide Ehrenkommandanten Feuerwehr Wiesloch), Orhan Bekyigit (Kommandant Werkfeuerwehr Heidelberger Druckmaschinen AG) und Alexander Specht (Stlv. Kommandant Feuerwehr St.Ilgen). Der THW Ortsverband Wiesloch-Walldorf war mit einer Delegation unter der Ortsbeauftragten Melissa Wensch anwesend.
Entsprechend der Tagesordnung folgten die Berichte der Jugendfeuerwehr, des Spielmannszuges und des Kassenwartes sowie der Kassenprüfer.
Eine einstimmige Entlastung des Kassenwartes unterstrich dessen Arbeit im vergangenen Jahr.
Der Einsatzrückblick durch Kommandant Frank Eck zeigte wie gewohnt die Einsatzvielfalt der Wehr. Neben Standardsituationen im Bereich der Brandbekämpfung und technischen Hilfeleistung gab es auch 2012 eine Vielzahl von Einsätzen, die nicht alltäglich sind und den anwesenden Gästen beschrieben wurden. Darunter Fälle in denen die freiwilligen Feuerwehrleute durch ihr schnelles Eingreifen schlimmere Folgen durch brennende Chemikalien verhindert haben oder auch Brandstiftungen, die die Helfer seit einiger Zeit beschäftigen.
Im Anschluss richtete Bürgermeisterin Christiane Staab dankende Worte an die Feuerwehrleute und zeigte sich sehr stolz, eine schlagkräftige Feuerwehr in Walldorf zu haben, die Tag und Nacht für die Bürger da ist.
Zum Ende der Versammlung bedankte sich Kommandant Frank Eck bei Manuela Hauger für viele Jahre Öffentlichkeitsarbeit als Pressewartin und wünschte ihrem Nachfolger Christian Halm viel Erfolg.
Ausklingen konnte der Abend traditionell bei einem gemeinsamen Spanferkelessen, gespendet von Familie Willi Kempf.

Hier finden Sie den Jahresbericht 2012 als Download.

Übungsblock 1 - Techn. Hilfeleistung - 14.+ 21.03.

An zwei Donnerstagen im März wurden die Übungen des ersten Übungsblocks zur Technischen Hilfeleistung durchgeführt.
Auf der Bürgermeister-Willinger-Straße waren entsprechend der Übungsvorgabe zwei Fahrzeuge verunfallt, einer der PKW war auf einer Anhöhe zum Stehen gekommen, der andere war in den Straßengraben gerutscht. Beide Situationen stellten folglich eine instabile Lage der Fahrzeuge dar. Ein plötzliches Abrutschen oder Kippen von Unfallfahrzeugen kann Insassen sowie Helfer deutlich gefährden und die Lage an einem Unfallort verschlimmern.
Aufgabe und Schwerpunkt des Übungsblocks war aus diesem Grund die Sicherung der PKW, um ein sauberes Vorgehen und eine gefahrlose Rettung der Insassen zu ermöglichen.
Den in zwei Gruppen eingeteilten Übungsteilnehmern war freigestellt welche Hilfsmittel sie einsetzen wollten. So kamen neben dem für solche Aufgaben konzipierten Stab Fast System diverse andere auf den Einsatzfahrzeugen verlastete Gerätschaften wie Holzbalken, Keile, Spanngurte, Sprießen oder Seile zum Einsatz bis die verunfallten Autos sich keinen Millimeter mehr bewegen konnten und die Übungsleitung ein positives Ergebnis bescheinigte.
Nahezu jede Unfallsituation im Straßenverkehr ist anders und so sind die Frauen und Männer der Feuerwehr immer wieder auf ihr Improvisationsvermögen und Geschick angewiesen, wenn es heißt Fahrzeuge zu stabilisieren, die in jeder erdenklichen Position zum Stehen gekommen sein können.

Übungsblock 2 - Techn. Hilfeleistung - 28.3.+11.4.

Aufbauend auf den Übungsblock 1, Anfang und Mitte März, kam im Übungsblock 2 neben der Absicherung von verunfallten Fahrzeugen die Rettung von eingeklemmten Personen mit hydraulischem Rettungsgerät hinzu. Auch diesmal waren die Übungsteilnehmer in Gruppen aufgeteilt, die ein Einsatzszenario unter der Beobachtung der Übungsleitung selbstständig abarbeiten sollten.
An beiden Terminen lag jeweils ein Fahrzeug auf dem Dach, ein anderes auf der Seite und in beiden Fällen hieß es erst das Fahrzeug gegen Kippen oder Wegrutschen zu sichern und dann eine Öffnung der verbeulten Autos vorzunehmen, um die eingeklemmten Personen befreien zu können.
Zum Einsatz kamen hierbei hydraulische Scheren und Spreizer, Brechwerkzeug, Glassägen und weitere Werkzeuge, um Türen oder das ganze Dach abzuschneiden.
Saubere Absprachen im Team, das richtiges Handhaben der Gerätschaften, Improvisationsvermögen und das Betreuen der Verletzten führte am Ende bei allen Gruppen zu positiven Übungsergebnissen.
Auch wenn sich im Nachgang durch die erfahrenen Übungsplaner weitere Tipps und Hinweise ergaben, um im Einsatzfall noch effektiver vorgehen zu können, waren alle Beteiligten mit dem Übungserfolg zufrieden.
Situationen wie diese sind auf den umliegenden Autobahnen A5 und A6 schon häufig durch die Feuerwehr zu bewältigen gewesen, durch wiederholtes Üben sind die freiwilligen Helfer aus Walldorf jedoch gut ausgebildet.

Gefahrgutübungen - 18.04. + 25.04.2013

An den Abenden des 18. und 25. April standen zwei Gefahrgutübungen auf dem Dienstplan der Feuerwehr Walldorf. Die in zwei Gruppen aufgeteilten Teilnehmer sprachen erst die bei der Feuerwehr verfügbaren Spezialanzüge für diverse Einsatzarten durch bevor es weiter zu einer praktischen Übung ging. Diese beinhaltete das Auffinden von gekennzeichneten Gefahrgütern in einem Fahrzeug unter Atemschutz, das Kommunizieren der ersichtlichen Warnhinweise und Stoffbezeichnungen sowie das Aufnehmen und Auswerten der Angaben durch die in sicherem Abstand verbliebenen Feuerwehrleute in der Zentrale. Das Ziel war es in möglichst kurzer Zeit eine saubere Informationsübertragung aus dem Gefahrenbereich zu erreichen.

Ehrungsabend 26.04.2013

Wie gewohnt konnte auch dieses Jahr der Ehrungsabend der Feuerwehr Walldorf im Rahmen einer Gemeinderatsitzung im Rathaus stattfinden.
Nach der Eröffnung und den Grußworten durch Bürgermeisterin Christiane Staab übernahm Kommandant Frank Eck das Wort und sprach mit Hilfe eines Kurzfilms über das Ehrenamt Feuerwehr und die damit verbundenen Aufgaben und Pflichten, die von den Feuerwehrangehörigen immer mehr verlangen.

Die Ehrungen durch das Land Baden Württemberg übernahm Kreisbrandmeister Peter Michels.
Geehrt für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst wurden Jürgen Kempf und Edgar Mayer. Geehrt für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst wurden Christian Hornig, Christian Lang und Thorsten Plachta.

Die Ehrungen durch den Kreisfeuerwehrverband wurden von den stlv. Vorsitzenden Kurt Spiegel und Hans-Jürgen Stolzki durchgeführt.
Die Ehrennadel in Gold für langjährige Ausschusstätigkeit oder Mitgliedschaft erhielten Gerald Frey, Walter Funk, Gerhard Hetzel, Hans Kuhn, Gerhard Mühlbaier, Manfred Nauert.
Die Ehrennadel in Bronze erhielten Klaus Deschner, Frank Eck, Alexander Hauger, Manuela Hauger, Monika Heim, Ralf Hirscher, Klaus-Jürgen Kempf, Jürgen Kollenz, Norbert Müller, Thomas Riemensperger, Christian Sandritter, Willi Stangl und Hermann Trunk.

Im Bereich der Feuerwehr Musik erhielten durch Bezirksstabführer Andreas Hühn Lena Nikolai eine Ehrung für 10 Jahre Spielmannszug, Carmen Menger und Tanja Nauert eine Ehrung für 20 Jahre Spielmannszug, Heike Stangl eine Ehrung für 25 Jahre Spielmannszug und Karin Nikolai und Gisela Peterka eine Ehrung für 30 Jahre Spielmannszug.

Durch Kreisjugendfeuerwehrwart Gregor Wipfler wurde Dirk Frey für seine Arbeit als Jugendfeuerwehrwart geehrt.
Für die 10 Jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr Walldorf wurden Marc Müller, Alberto Hetzel und Fredy Kempf durch Kommandant Frank Eck geehrt.

Auch Beförderungen konnten in diesem Rahmen durchgeführt werden.
Diese waren: Benjamin Peterka zum Feuerwehrmann; David Müller, Christian Halm und Jan Schirmacher zum Oberfeuerwehrmann; Ralf Hirscher zum Oberlöschmeister sowie Thorsten Plachta zum Brandmeister.

Im Anschluss an die Ehrungen und Beförderungen konnte Frau Bürgermeisterin Christiane Staab zwei Schlüssel für einen neuen Mannschaftransportwagen (MTW) und einen Gabelstapler an Kommandant Frank Eck übergeben.
Zum Ausklang des Abends luden die Geehrten ins Haus der Feuerwehr ein, wo die neuen Fahrzeuge bei einem Glas Sekt aus der Sektbar des historischen Anhängers begutachtet werden konnten.

Mathilde bei Oldtimerausstellung - 04.05.2013

Im Rahmen der Kurpfalz-Klassik fand zum 150 jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Wiesloch eine Oldtimerausstellung mit alten Einsatzfahrzeugen statt. Aus Walldorf war hierzu unser LF8 a.D. zur Stelle, das gemeinsam mit Fahrzeugen aus Malsch, Sinsheim, Bruchsal, Ladenburg, Rauenberg und Speyer dem Regen trotzte. Ein ausführlicher Bericht ist bei der Feuerwehr Wiesloch nachzulesen.

Maschinistenübung - 02.05. und 08.05.2013

Die Fahrer von Feuerwehrfahrzeugen übernehmen im Einsatzfall auch die Bedienung von Pumpen und diversen anderen Geräten und Maschinen, die auf den Fahrzeugen verlastet sind. Die Positionsbezeichnung innerhalb der Einsatzmannschaft lautet demnach Maschinist".
An zwei Übungsabenden im Mai trainierten die zum Maschinisten ausgebildeten Feuerwehrleute aus Walldorf ihre Aufgaben mit dem Schwerpunkt Pumpe und Wasserversorgung.
Hierzu wurde am Ende der Dietmar-Hopp-Allee, an einer am Waldrand verlaufenden Hydrantenleitung, Wasser entnommen und in ein Löschfahrzeug eingespeist. Von dort wurde ein Teil der Wassermenge direkt über den Dachmonitor und ein zusätzliches Strahlrohr abgegeben. Der andere Teil des Wassers wurde in das zweite Löschfahrzeug eingespeist, um auch von dort über weitere Leitungen abgegeben zu werden.
Ein solches Szenario findet sich bei Brandeinsätzen, wenn mehrere Löschfahrzeuge im Einsatz sind. Die Abstimmung zwischen den Fahrzeugen, die Bedienung der Pumpen sowie die permanente Druckkontrolle ist hierzu unerlässlich und Inhalt solcher Übungen. Ein Zusammenbrechen der Wasserversorgung kann für die im Löschangriff befindlichen Feuerwehrleute gravierende Folgen haben.
Eine zusätzliche Aufgabenstellung kommt hinzu, wenn aus größerer Höhe gelöscht werden muss und der Teleskopmast zum Einsatz kommt. Die Einspeisung dieses Fahrzeuges wurde beim zweiten Termin geübt. Aus bis zu 30m Höhe können so größere Brände von oben gelöscht werden.

Hochzeit Eva und Perry - 01.06.2013

Am 1. Juni 2013 heiratete unser Feuerwehrmitglied Perry Früh seine Eva in der Kath. Kirche in Walldorf.
Vor den Toren der Kirche erwartete das frisch vermählte Paar eine große Anzahl Spalier stehender Feuerwehrleute aus Walldorf.
Nach ersten Glückwünschen von Kommandant Frank Eck musste Perry unter Führung seiner Braut mit verbundenen Augen einen mit Reis gefüllten Luftballon zum Platzen bringen. Im Anschluss gab es noch eine Fahrt mit dem Teleskopmast über die Dächer von Walldorf bei der das Brautpaar von der Sonne begrüßt wurde, die sich zuvor noch den Regenwolken geschlagen geben musste.
Die Fahrt zur nachfolgenden Hochzeitsfeier erfolgte für das Brautpaar in unserer Mathilde", dem ersten Löschgruppenfahrzeug der Feuerwehr Walldorf. Empfangen wurde die Hochzeitsgesellschaft dort durch den Spielmannszug der Feuerwehr Walldorf.

Tag der offenen Tür - 02.06.2013

Als hätte der Schutzengel der Feuerwehren, der Heilige Florian, ein gutes Wort bei Petrus eingelegt, konnte sich die Feuerwehr Walldorf bei strahlendem Sonnenschein der Bevölkerung in Form des Tages der offenen Tür präsentieren. Nach den vorangegangenen Regentagen strömten viele Besucher in den Schlossweg, um sich über die Arbeit der Feuerwehr Walldorf zu informieren. Von der Bürgermeister-Willinger-Straße kommend boten Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr Walldorf, der Feuerwehr Nußloch, der Feuerwehr Wiesloch und der Werkfeuerwehr der Heidelberger Druckmaschinen AG ein einladendes Bild. Besucher, die zu Fuß aus Richtung der Hauptstraße kamen, wurden von dem historischen Löschfahrzeug Mathilde und der Jugendfeuerwehr empfangen.
Bei Vorführungen zum Thema Brandschutz und Brandverhütung konnten sich die Besucher informieren welchen Sinn Rauchmelder haben oder wie man einen Notruf absetzt. Ebenso wurden die Auswirkungen eines mit Wasser gelöschten Fettbrandes eindrucksvoll mit großem Feuerball gezeigt.
Wie schnell so ein Fettbrand Möbelstücke in der nahen Umgebung entflammen kann und wie die Feuerwehr einen Brand löscht, zeigte die Jugendfeuerwehr mit zwei Brandübungen. Die Jugendlichen rückten mit Tatü-Tata an, bauten eine Wasserversorgung auf und löschten den Brand. Am Infostand der Jugendfeuerwehr konnten sich viele neugierige Kinder von der Arbeit der Jugendfeuerwehr begeistern lassen. Denn ab 10 Jahren können Kinder der Jugendfeuerwehr beitreten und ein sehr interessantes Hobby verfolgen. Für die ganz kleinen Zuschauer und Gäste gab es einen Parcours, auf dem mit kleinen Feuerwehrautos gefahren werden konnte.
Ein verunfalltes Fahrzeug mit hydraulischem Rettungsgerät zu öffnen wurde einerseits durch Vorführungen der Einsatzkräfte gezeigt, andererseits konnten mutige Gäste auch selbst Hand anlegen und die schweren Rettungsgeräte testen. Dass diese Arbeiten kein Zuckerschlecken sind, können sicherlich alle Tester nur bestätigen. Anhand von drei Übungen stellten die Feuerwehrleute vor wie man ein Fahrzeug regelrecht filetiert, um eine verletzte Person schonend aus einem demolierten Fahrzeug zu befreien.
Wie sich die Feuerwehr in Sachen Brandbekämpfung über die letzten Jahrzehnte entwickelt hat, wurde durch einen kleinen Wettstreit zweier Löschfahrzeuge präsentiert. Von der einen Seite rückte das aktuelle Löschfahrzeug LF20/24 der Feuerwehr Walldorf an. Dieses Fahrzeug rückt bei Brandeinsätzen z.B. auf der Autobahn als erstes Löschfahrzeug aus und führt 2400 Liter Wasser mit sich. Der Gegner war das erste Löschfahrzeug der Feuerwehr Walldorf, ein Opel Blitz aus dem Jahre 1949 ohne Tank. Mit historisch anmutenden Uniformen und lautstarken Einsatzbefehlen konnte sich die Mannschaft des Oldtimers jedoch den ausgefeilten Einsatzabläufen der Neuzeit nur geschlagen geben.
Wie ein Einsatz abläuft, wie die ehrenamtlichen Einsatzkräfte ausrücken und was es heißt nach einem Einsatz alles wieder aufzuräumen und einsatzbereit zu machen, konnten sich Interessierte bei einer Führung durch das Haus der Feuerwehr zeigen lassen. Angefangen vom Alarmeingang per Funkmelder über das Anlegen der Uniform bis zum Säubern der Schläuche konnte viel gezeigt und viele Fragen beantwortet werden.
Die, dank des sonnigen Wetters auch draußen aufgestellten, Sitzgarnituren waren über den gesamten Nachmittag bis auf den letzten Platz besetzt und die Essensvorräte waren auf Grund der hohen Besucherzahlen leider etwas zu früh aufgebraucht. Musikalisch untermalt wurde der gesamte Tag durch den Spielmannszug der Feuerwehr Walldorf.
Die Feuerwehr Walldorf bedankt sich recht herzlich bei allen Besuchern für ihr Kommen und das durchweg positive Feedback. Ebenso bedanken wir uns bei den Feuerwehren Wiesloch, Nußloch und der Werkfeuerwehr Heidelberger Druckmaschinen AG für das Bereitstellen der Ausstellungsfahrzeuge.
Interessierte konnten sicherlich einen guten Eindruck über das Ehrenamt Feuerwehr bekommen und denken vielleicht bei vorbeifahrenden Einsatzfahrzeugen daran, dass in Walldorf und Umgebung fast ausschließlich Freiwillige diesen Dienst verrichten.

Videobericht Lokalmatador

Bilder: Carina Kircher und Reinhold Hirth

Brandbekämpfungsübung - 06.06. + 13.06.2013



Bei zwei Übungen in der ersten Juni Hälfte trainierten die Feuerwehrleute aus Walldorf die Brandbekämpfung und Personenrettung aus einem Wohnhaus.
Beim Eintreffen der Wehr quoll bereits dichter Übungsrauch aus einem Haus im Schlossweg, eine Person wurde nach Angaben von Bewohnern noch im Gebäude vermisst.
Durch die Eingangstür, über die Rückseite und auch über den Teleskopmast gingen Trupps in das Gebäude vor, um die Person zu suchen und den Brand zu bekämpfen. Auf Grund der starken Verrauchung musste die gefundene Person schließlich über den Teleskopmast aus dem ersten Stock gerettet werden. Ein solches Szenario kann jederzeit in Wohngebieten auftreten, wenn durch einen Brand Treppenhäuser verraucht sind und ein Hubrettungsfahrzeug den zweiten Rettungsweg für zu rettende Personen darstellt. Deswegen ist es wichtig, dass ausgewiesene Feuerwehr-Stellflächen vor Gebäuden frei bleiben und generell darauf geachtet wird, dass auf den Straßen immer ausreichend Platz für große Einsatzfahrzeuge ist.

Mathilde bei Festumzug in Eschelbach - 16.06.2013

Bei strahlendem Sonnenschein nahm das historische Walldorfer Löschfahrzeug an dem Festumzug zum 75 jährigen Jubiläum der Feuerwehr Sinsheim-Eschelbach teil. Ebenfalls dabei waren Fahrzeuge der Feuerwehren Sinsheim, Malsch, Rauenberg und Wiesloch. Die Hitze machte den alten Fahrzeugen zwar etwas zu schaffen, allerdings erreichten alle am Schluss den Festplatz, wo die roten Oldtimer von den Besuchern bestaunt werden konnten.

Heißausbildung Atemschutzgeräteträger - 22.06.2013

3, 2, 1... dieser für Onlineauktionen bekannte Slogan kann für Feuerwehrleute der Start in einen ungewissen Einsatz bedeuten. Denn, um durch eine geschlossene Tür in ein brennendes Gebäude einzudringen, müssen die Einsatzkräfte erst prüfen welche Gefahr hinter der Tür wartet. Der unmissverständliche Countdown stimmt die Arbeitsabläufe der Truppmitglieder auf einander ab, erhöht deren Wirksamkeit und senkt das Risiko von Fehlern.
Um das Vorgehen unter realistischen Bedingungen zu trainieren und am eigenen Körper zu fühlen, was es heißt von der Hitze in die Knie gezwungen zu werden, fuhren dieses Jahr im April und Juni drei Gruppen nach Kühlsheim zum Trainingsgelände der Firma I.F.R.T.
Nach der notwendigen Theorie, die auch bei diesen körperlichen Aufgaben essentiell ist, konnte in einem mit Holz befeuerten Brandcontainer eindrucksvoll das Thema Durchzündung erfühlt werden. Nur wenige Zentimeter über den Köpfen der Übungsteilnehmer rollten Feuerwalzen hinweg, die im Realfall schwer berechenbar sind. Entstehen können solche Feuerwalzen durch Sauerstoffzufuhr in ein teilweise ersticktes Feuer. Das heißt, die Feuerwehr selbst kann durch das Öffnen einer Tür die Gefahr ungewollt auslösen.
Anhand der 'heißen' Übung war jedoch eindrucksvoll erkennbar welches Verhalten welchen Einfluss und welche Folgen hat.
Bei weiteren Übungen wurden die Teilnehmer aufgefordert in dem verrauchten, verwinkelten und heißen Container nach vermissten Personen zu suchen. Jeder der Feuerwehrleute kam hier an die Grenzen der eigenen Hitzeverträglichkeit. Auch hier trägt, physikalisch bedingt, die Feuerwehr leider selbst dazu bei, dass Wasserdampf durch das Löschwasser den Temperatureinfluss auf die Rettungskräfte noch erhöht.
Der gezielte Einsatz von Löschwasser, eine gut abgestimmte Suche nach Vermissten und das Erkennen der eigenen Grenzen in realistischer Umgebung, macht solche Trainings extrem wertvoll für jeden Atemschutzgeräteträger. Gerade für ehrenamtliche Kräfte von Freiwilligen Feuerwehren lassen sich so die Gefahren einer Brandbekämpfung deutlich besser einschätzen und abwenden.

Video 1
Video 2

Brandbekämpfungsübung - 20.06. + 27.06.2013

Brände in Mehrfamilienhäusern halten für die Feuerwehr immer zusätzliche Gefahren und Aufgaben bereit, da mit einer größeren Anzahl an verletzten oder eingeschlossenen Personen gerechnet werden muss. Außerdem sind die Wege für die vorgehenden Trupps unter Umständen länger. Erst im vergangenen Jahr meisterten die walldorfer Feuerwehrleute eine solche Situation bei einem Kellerbrand im Sonnenweg.
Der Übungsblock in der zweiten Junihälfte beschäftigte sich mit dieser Art von Einsätzen, durchgeführt wurden die Übungen in einem Mehrfamilienhaus im Tannenweg.
Ein angenommener Brand im Kellergeschoß wurde von einem Trupp bekämpft, parallel wurde die Personensuche aufgenommen. Um den so genannten zweiten Rettungsweg sicherzustellen, wurde der Teleskopmast in Stellung gebracht. Über das bis zu einer Rettungshöhe von 30 Metern einsetzbare Fahrzeug, konnten die oberen Stockwerke, die selbst bei einem Kellerbrand durch eine Verrauchung im Treppenhaus gefährdet sein können, gesichert werden.
Gemeinsam mit Bewohnern des Hauses konnte ein positives Übungsfazit gezogen werden, auch wenn die Hoffnung bleibt, dass es nie zu einem Brand kommt.

Maschinistenübung - 18.07.+ 25.07.13

An zwei Abenden im Juli fanden zwei Übungen für die zu Maschinisten ausgebildeten Feuerwehrfrauen und -männer statt.
Übungsgrundlage bildeten diesmal die Tiefbrunnen der Stadt Walldorf, eine aus dem 19.Jahrhundert stammende Art der Wasserversorgung für Brände mit hohem Wasserbedarf. In jeweils zwei Gruppen aufgeteilt wurde so der nicht alltägliche Gebrauch der Brunnen geprobt.
Insgesamt gibt es derzeit vier dieser Tiefbrunnen, zwei davon sind ebenerdig zugängig (Albrecht-Dürer-Straße und St.Ilgener Straße), bei den beiden anderen ist die Ansaugstelle unter einer Abdeckung ca. 3m vertieft (Schulstraße und Hauptstraße). Bei den vertieft liegenden Saugstellen muss erst eine tragbare Pumpe über eine Rampe hinab gelassen werden, die ebenerdigen Brunnen können direkt über die Pumpen im Fahrzeug genutzt werden.
Der letzte Einsatz eines walldorfer Tiefbrunnens war der Brand des Sickinger Hofes im Juli 2009.

Unterkreisübung - 27.07.2013

"Feuer in einer Industrieanlage", mit diesem Stichwort wurden die Kräfte der Feuerwehren des Unterkreises Walldorf am Nachmittag des 27.07.2013 nach St. Leon gerufen. Glücklicherweise handelte es sich hierbei nicht um einen Einsatz, sondern lediglich um eine Übung bei der die Zusammenarbeit der Kräfte des Unterkreises trainiert werden sollte.
Zunächst fuhr die Feuerwehr St. Leon samt Rettungsdienst unter dem Stichwort "Brandmeldeanlagenalarm" zur Firma Smurfit Kappa, die ihr Gelände für diese Übung zur Verfügung stellte. Vor Ort bildete sich den ersten Kräften folgende Lage. Es wurde ein Brand in einer Industrieanlage angenommen, der sich über Förderbänder ausbreitet. Zudem sollten mehrere Personen noch im Objekt vermisst sein. Insofern wurden weitere Kräfte nach und nach zum Übungsobjekt alarmiert.
Die Feuerwehr Walldorf unterstützte mit ihrem Teleskopmast TM30 sowie dem Löschfahrzeug LF 20/24. Mit dem Teleskopmast wurde die Brandbekämpfung über das Dach der Industriehalle eingeleitet, während das LF 20/24 den TM30, sowie weitere eingesetzte Fahrzeuge, mit Wasser einspeiste.
Neben der Freiwilligen Feuerwehr Walldorf nahmen die Freiwilligen Feuerwehren St. Leon, Rot, Leimen, Nußloch und Sandhausen, die Werkfeuerwehren Heidelberger Druckmaschinen und Kolbenschmidt, sowie das THW und das DRK teil. Ferner war die Unterkreisführungsgruppe vor Ort. Insgesamt nahmen somit etwa 200 Einsatzkräfte an der Übung an diesem heißen Samstagnachmittag teil. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Übung ging es in das Feuerwehrhaus St. Leon, wo es für die eingesetzten Kräfte zur Stärkung Getränke und heiße Wurst gab.

Überlandhilfe in Reutlingen - 01.+02.08.2013

Am Mittwoch letzter Woche um 16 Uhr erreichte Frank Eck, den Kommandanten der Walldorfer Feuerwehr, ein ungewöhnlicher Telefonanruf des Landratsamtes. Im Auftrag des Regierungspräsidiums Karlsruhe forderte die Behörde Einsatzfahrzeuge und Personal zur Hilfe auf fremder Gemarkung an. Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich Hilfsorganisationen im selben Landkreis gegenseitig unterstützen. Dieses Mal handelte es sich aber um Hilfe für die 150 Kilometer entfernte Stadt Reutlingen. Ein schwerer Hagelschauer hatte dort am 28. Juli zu erheblichen Schäden an Gebäuden im ganzen Stadtgebiet geführt. Mehrere hundert Hausdächer waren nicht mehr dicht. Da lokale Kräfte alleine nicht ausreichten, um Herr der Lage zu werden, fragte man andere baden-württembergische Feuerwehren an, darunter die Walldorfer Wehr mit dem Teleskopmasten und weiteren Fahrzeugen.
Gefordert wurde die Einsatzbereitschaft in Reutlingen bereits für den nächsten Morgen um 8 Uhr. Eine Rückmeldung sollte innerhalb von 30 Minuten erfolgen. Mit einer dringenden Rundmail informierte Eck seine Mannschaft über das geplante Vorhaben. Blitzschnell meldeten sich Freiwillige zurück, die schon Urlaub hatten, diesen auf die Schnelle einreichen oder Überstunden abbauen beziehungsweise vom Arbeitgeber freigestellt werden konnten. Um 16.30 Uhr stand das Einsatzteam fest und die Hilfe wurde zugesagt.
Daneben musste die Einsatzbereitschaft der eigenen Wehr und damit die Sicherheit der Walldorfer Bevölkerung gewährleistet bleiben. Deshalb wählte man vorrangig Personal, das tagsüber nicht in Walldorf arbeitet und daher im normalen Tageseinsatzbetrieb nicht fehlen würde. Ebenso verhielt es sich mit Fahrzeugen, die man durch direkte Parallelalarmierung ähnlicher Einheiten der Nachbarwehren ersetzte. Was übrigens am Freitag, dem zweiten Überlandhilfetag, zum Tragen kam, als beim Brandmeldealarm einer Walldorfer Firma die Nußlocher Drehleiter den Teleskopmast ersetzte.
Ein 17-köpfiges Team, angeführt vom Kommandanten, traf sich also zum Beladen und Aufbruch am nächsten Morgen, früh um 5.30 Uhr. Ein Löschgruppenfahrzeug, zwei (Mannschafts-)Transportwagen und der Teleskopmast wurden mit Ausrüstung und Werkzeugen voll geladen und setzten sich in Bewegung. Bei Stuttgart stand der Konvoi aber erst mal im Stau und man teilte der Leitstelle Reutlingen mit, dass sich die Ankunft verzögern werde. Kurz darauf meldete sich diese per Funk zurück und forderte die dringende Anfahrt mit Hilfe von Blaulicht und Martinshorn bis zur Berufsfeuerwehrwache Reutlingen.
Vom dortigen Lagezentrum erhielt man neben dem Einsatzbefehl noch mehr Balken, Planen, Latten, Nägel und Panzerband und wurde mit der Bemerkung "Euch sehen wir so schnell nicht wieder" verabschiedet. Vor Ort angekommen, wussten die Walldorfer auch, wieso: Der Einsatzort stellte sich als gesamter Straßenzug in Altstadtbebauung, mit nach hinten gesetzten Gauben, Stromleitungen längs über die ganze Straße, die zusätzlich an manchen Stellen noch quer verliefen, heraus. Kaum ein Haus in dieser Gegend war unversehrt geblieben. "Zerschlagene Dächer, von der Wand fallender Putz, herunterhängende Rollläden und kaum ein Auto, das noch alle Scheiben hatte", beschreibt Frank Eck das Ergebnis der Lageerkundung.
Dank des Knickarms des Teleskopmasts wurden in großer Höhe schwer erreichbare Hausdächer angefahren und gegen das Eindringen von Regenwasser gesichert. Ersatzziegel der Hauseigentümer sowie Planen, Klebeband und Dachlatten wurden angebracht, um eine provisorische Abdichtung zu erzielen und weiteren Schaden abzuwenden.
Schnell waren auch die Anwohner auf die emsigen Fremden aufmerksam geworden. Man zeigte sich sehr kontaktfreudig. So schilderte jeder seine Erlebnisse während des Unwetters. Teils endete der Bericht mit Tränen in den Augen und die Einsatzkräfte, die sich gerade von der Arbeit auf dem Dach bei sengender Hitze erholten, übernahmen die Funktion des Seelsorgers gleich noch mit. Die Kraft der Naturgewalten spiegelte sich zum Beispiel in einer vierfach verriegelten Holztür, die komplett aus dem Rahmen gerissen worden war, und dem Hagel, der dahinter alles zertrümmert hatte.
Nach einem fast pausenlosen, elfstündigen Einsatz hatte man den Straßenzug abgearbeitet. Die Bewohner stellten Getränke und Obst bereit, ein Junge verteilte sogar seine geliebten Gummibärchen unter den Helfern. Das Haus eines älteren Mannes war allerdings so massiv beschädigt, das selbst die Feuerwehr keine Hilfe leisten konnte und das Heim schweren Herzens aufgeben musste. Zusammen mit einem Kameraden überbrachte Kommandant Eck dem Bewohner die schlechte Nachricht. "Er ging daraufhin zum Kühlschrank, holte ein Bier und verteilte es auf drei Gläser mit den Worten: 'Trotzdem danke, dass ihr da wart, und auf euer Wohl!'", berichtet Eck.
Im Lauf des Nachmittags kam dann noch die Anforderung, am nächsten Tag erneut Hilfe zu leisten. Da man aber nur auf einen Tag eingestellt war, stand erst einmal die Rückreise nach Walldorf an. Um mobiler zu sein, ließ man die eigenen Großfahrzeuge über Nacht zurück und benutzte Mannschaftstransportwagen der Reutlinger Wehr. Zu Hause war man gegen 0.30 Uhr, um dann am Freitag entweder wieder nach Reutlingen zu fahren oder Arbeiten zu gehen. Sechs Mann erklärten sich bereit, am Folgetag wieder anzureisen, verstärkt mit sechs "frischen" Feuerwehrleuten, darunter ein junger Kamerad, der an dem Tag Geburtstag hatte und vor Ort von einer Anwohnerin einen Mini-Kuchen als Behelfstorte geschenkt bekam.
Auch am zweiten Tag standen wieder Reparatur- und Flickarbeiten sowie die Beseitigung von Bäumen und Trümmern in verschiedenen Teilen Reutlingens an. An einer Einsatzstelle musste die Rettungszufahrt eines Krankenhauses zwei Stunden lang gesperrt und eine Behelfseinfahrt errichtet werden, während Dachziegel an drei benachbarten Gebäuden entfernt wurden.
Einsatzleiter des zweiten zwölfköpfigen Teams war der stellvertretende Kommandant Thorsten Plachta, der ebenfalls von der Freundlichkeit der Bevölkerung angetan war: "Wir wurden sehr herzlich empfangen, die Leute waren begeistert, dass wir von so weit hergekommen waren und ohne Gegenleistung schufteten. Egal, wo wir hinkamen, haben wir zu essen und zu trinken bekommen. Eine Familie, die noch nicht mal betroffen war, hat uns sogar den Swimming-Pool zur Abkühlung angeboten, aber dafür war halt keine Zeit."
Das Schwierigste kam dann zum Schluss: Die Walldorfer Feuerwehrleute mussten ein ganzes Eternitdach mit Folie abdecken und das bei mindestens 39 Grad. Als das Werk vollendet war, hießen sie nur noch "Christo". Gegen 18.30 Uhr wurden die weitgereisten Katastrophenhelfer mit herzlichem Dank entlassen, da man weitere Maßnahmen mit eigenen Kräften in den folgenden Tagen bewältigen wollte.

Bericht: Carina Kircher
Bilder: Feuerwehr Walldorf

Hochzeit Julia und Detlef - 03.08.2013

Bei sonnigem Wetter feierten am 03. August 2013 der Feuerwehrkamerad Detlef Raab und seine Braut Julia ihre Hochzeit. Vor der katholischen Kirche wurde das Brautpaar durch die Spalier stehenden Feuerwehren Walldorf und Baiertal begrüßt.
Nach Übermittlung der Glückwünsche durch den Feuerwehrkommandanten Frank Eck musste Detlef unter Anleitung seiner Braut mit verbundenen Augen einen aufgehängten Luftballon zum Platzen bringen. Nachdem die Aufgabe gelöst war, gab es für das frischvermählte Brautpaar noch eine Fahrt mit dem Teleskopmast über die Dächer von Walldorf.
In unserer Mathilde", dem ersten Löschgruppenfahrzeug der Feuerwehr Walldorf, erfolgte anschließend die Fahrt zur Hochzeitsfeier. Empfangen wurde die Hochzeitsgesellschaft dort durch den Spielmannszug der Feuerwehr Walldorf.

Bootsführerübung - 08.08.2013

Am 08. August fand in Kronau am Lußhardtsee die erste der beiden Bootsführerübungen für dieses Jahr statt.
Das auf dem Rüstwagen RW2 verlastete Schlauchboot kommt hierbei zum Einsatz, Übungsteilnehmer sind alle Bootsführerscheininhaber der Feuerwehr Walldorf.
Bei angenehmem Wetter konnte die Gruppe wie gewohnt den Umgang mit Boot und Motor üben.
Einsätze für das Schlauchboot sind vergleichsweise selten, darunter fallen gerade in den Sommermonaten hin und wieder Badeunfälle auf den umliegenden Seen oder auch Hochwassereinsätze wie bei dem Dammbruch 2003 in Walldorf. In den Wintermonaten ist das Schlauchboot auf einen Eisschlitten gespannt, um es für Eisrettungseinsätze nutzen zu können. Eine weitere Übung findet am 22. August statt.

Fahrzeugpflege - 15.08.2013

Wegen der hohen Temperaturen werden in den Ferienwochen weniger schweißtreibende Übungen angesetzt. Statt dessen stand am 15. August die Fahrzeug- und Hallenpflege auf dem Dienstplan. Viele fleißige Helfer rückten dem Schmutz und Staub in der Fahrzeughalle und den Einsatzfahrzeugen zu Leibe. Nach gut zwei Stunden war alles geschafft und man konnte zum gemütlichen Teil des Abends übergehen.

Atemschutzübung - 05.09.2013

Am ersten Donnerstag im September stand eine Atemschutzübung auf dem Dienstplan. Die auf drei Gruppen aufgeteilten Atemschutzgeräteträger mussten an einer Station mit voller Montur und der vierteiligen Steckleiter über einen Hindernisparcours klettern. Dabei hieß es die Leiterteile stets mitzunehmen, da man nach einem Hindenis die Leiter auch für ein weiteres Hindenis benötigte. Die nächste Station hatte ihren Schwerpunkt in der Menschenrettung. Zwei Übungspuppen mussten über Treppen und Wege 'gerettet' werden. In den Gruppen wurde hierbei über die Vor- und Nachteile einer Rettung per Rettungstuch diskutiert. Die letzte Station betraf das Anlegen der Atemschutzausrüstung im Fahrzeug. Im Ernstfall passiert dies je nach Einsatzstichwort bereits auf der Anfahrt, um Zeit zu sparen. Wichtig ist hierbei alle sicherheitsrelevanten Kurzprüfungen der Geräte sowie den Check der Schutzkleidung durchzuführen.

Übung Technische Hilfeleistung - 12.09.2013

Am 12.09.2013 fand eine Übung zur technischen Hilfeleistung statt. Ziel hierbei war es besonders die jungen Kameraden im Umgang mit den technischen Geräten zu schulen. Hierzu wurden diese in zwei kleinere Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe lernte die grundlegenden Geräte und deren Möglichkeiten kennen, während die andere Gruppe relativ selbstständig mit den Geräten umging und diese einsetzte. Für beide Gruppen wurde ein Szenario mit einem PKW-Unfall mit Menschenrettung angenommen. Beide Gruppen kümmerten sich zunächst um das Glasmanagement, bei dem es um das Entfernen der Fensterscheiben geht. Anschließend zerlegten sie mit hydraulischem Rettungsgerät (Schere, Spreizer, Zylinder) die Fahrzeuge und schafften so eine Öffnung zur Menschenrettung. Wie wichtig diese Art der Übungen sind zeigt sich durch die zunehmenden Einsatzzahlen im Bereich der Verkehrsunfälle. Wurde die Feuerwehr Walldorf 2011 noch zu sieben Verkehrsunfällen mit oder ohne Menschenrettung gerufen, so waren es 2012 vierzehn Einsätze.

Kleines Feuerwehrfest - 14.09.2013

Zu einem kleinen Fest lud Kommandant Frank Eck am 14.09.2013 ins Feuerwehrhaus ein. Eingeladen waren die Feuerwehrangehörigen samt Partner, sowie die Partner der Feuerwehr. Anlass für dieses Fest waren diverse Spenden und Gewinne der Feuerwehr aus letzter Zeit. So belegte beim Walldorfer Schützenfest die Feuerwehr gleich die ersten beiden Plätze und gewann Schinken. Weiterhin gab es von Seiten der Bevölkerung bei unserer Überlandhilfe in Reutlingen einige Geldspenden als Dankschön. Zudem steuerten Feuerwehrkameraden und Partner der Feuerwehr noch einiges bei. So wurde aus den vielen kleinen Gaben ein gemeinsames kleineres Fest mit Spanferkel, Gegrilltem, Schinken, Brot, Salaten und Getränken veranstaltet. Bei allen Teilnehmern kam dieses Fest sehr gut an. Das Fest konnte für einige Kameraden aber auch als Verbaschiedung genutzt werden. Schließlich ging es für einen Großteil der Walldorfer Feuerwehr am Montag weiter zu einem 2-wöchigen-Besuch der Partnerfeuerwehr nach Freeport (USA).

Besuch der Feuerwehr Freeport NY - 16.-26.09.2013

Die mittlerweile zur Städtepartnerschaft herangewachsene Freundschaft der Feuerwehren aus Walldorf und Freeport auf Long Island, führte diesen September zu einem weiteren Besuch der deutschen Feuerwehrleute bei ihren amerikanischen Kollegen.
Teilweise mit Partnern flog ein Großteil der zwischenzeitlich bis zu 42 Personen zählenden Gruppe zunächst nach Boston. Hier traf man sich mit einigen Feuerwehrleuten aus Freeport und Lindenhurst, um von dort mit Bussen zu einem Feriencamp nahe Wolfeboro in New Hampshire zu fahren. Entweder in einfachen Hütten oder einer Lodge untergebracht, konnte drei Tage lang die schöne Landschaft sowie die amerikanische Lebensweise, in diesem an Kanada angrenzenden Bundesstaat, genossen werden. Darunter fiel ein Ausflug auf den Mount Washington, den höchsten Berg im Nordosten der USA. Der knapp 2000m hohe Berg zählt durch bestimmte klimatische Besonderheiten zu den Bereichen mit dem schlechtesten Wetter der Erde. Schlechte Sicht, tiefe Temperaturen und hohe Windgeschwindigkeiten herrschen hier an den meisten Tagen des Jahres vor. Die Walldorfer Gruppe hatte jedoch Glück und fuhr mit der ältesten Zahnradbahn der Welt zwar bei Eiseskälte aber bei strahlendem Sonnenschein auf den Gipfel.
Tag zwei wurde auf dem Lake Winnipesaukee auf einem alten Ausflugsschiff verbracht. Ebenfalls bei strahlendem Sonnenschein fuhr die deutsch amerikanische Gruppe über den größten See in New Hampshire und bewunderte die Aussicht.
Am dritten Tag ging es dann mit den Bussen weiter nach Freeport auf Long Island nahe New York, wo die Gäste bei einer Abendveranstaltung mit Live Band im Feuerwehrhaus begrüßt wurden.
Ein Besuch bei der Polizei von Freeport stand am vierten Tag der Reise auf dem Programm. Eindrucksvoll wurden hier verschiedene Bereiche wie Polizeireiter, Sondereinsatzkommando und der Schießstand präsentiert. Abgerundet wurde der Tag mit einem gemeinsamen Grillen bei der Polizei.
Der Höhepunkt der Reise folgte dann am 21.September in Form der Teilnahme an der Steuben Parade in New York City. Die Parade zählt zu den größten jährlichen Ereignissen der deutsch amerikanischen Festlichkeiten in den USA. Gemeinsam mit den Freunden aus Freeport und angrenzenden Feuerwehren marschierten die uniformierten Walldorfer Feuerwehrleute in Manhattan auf der 5th Avenue entlang des Central Parks.
Eine ganz andere Art von amerikanischen Feuerwehraktivitäten wurde den Deutschen am sechsten Tag der Reise vorgeführt, das Motorized Fire Department Racing". In harten Wettbewerben messen sich Feuerwehr Teams in diesen Sportarten, die auf eine lange Tradition zurückblicken. Im benachbarten Lindenhurst zeigten die Teams der Snails aus Lindenhurst und der Piston Knockers aus North Lindenhurst ihr Können mit bis zu 680 PS starken Fahrzeugen. Auf Zeit wird eine bestimmte Distanz zurückgelegt, im Anschluss werden Leitern gestellt und erklommen oder es werden parallel Schlauchleitungen verlegt. Da es etwas Vergleichbares in Europa nicht gibt, waren die Walldorfer Feuerwehrleute entsprechend gespannte Zuschauer. Ein anschließendes Wasserballspiel sorgte für viel Spaß bei allen Beteiligten und Zuschauern bevor es ins Feuerwehrhaus von North Lindenhurst zum Abendessen ging.
Ein bei den Feuerwehren rund um New York immer noch vorherrschendes Thema sind die Terroranschläge auf das World Trade Center in Manhattan vom 11. September 2001, bei dem auch 343 Feuerwehrleute ums Leben gekommen sind. Darunter einige, die in den Gemeinden auf Long Island auch bei Freiwilligen Feuerwehren ihren Dienst verrichteten, auch in Freeport. An Stelle der ehemaligen Türme wurde am zehnten Jahrestag der Anschläge eine Gedenkstätte eröffnet, die die Walldorfer Gruppe am siebten Tag der Reise besuchte. Ein kurzes Gespräch mit einem ehemaligen und sehr hoch ausgezeichneten New Yorker Feuerwehrmann, der selbst einen Sohn in den Türmen verlor, ließ trotz Sonnenschein allen eine Gänsehaut über den Rücken laufen. Anschließend lud die Feuerwehr Baldwin zum Abendessen.
An den letzten beiden Tagen vor der Abreise standen für Interessierte Hochseeangeln im Atlantik, ein Tag zur freien Verfügung und ein durch die Walldorfer ausgerichtetes Abschiedsessen auf dem Plan.
Auch wenn es teilweise nicht so einfach war die notwendigen Zutaten aufzutreiben, wurde traditionell ein typisch badisches Essen gekocht, das bei den Gastgebern wie immer gut ankam, da es einen Kontrast zum amerikanischen Essen darstellt.
Nach zehn Tagen in New Hampshire und auf Long Island kann die Walldorfer Gruppe nur ein riesiges Dankeschön in Richtung der amerikanischen Gastgeber und den Walldorfer Organisatoren Maximilian Bowitz und Jurek Dudler schicken. Das von den Amerikanern selbst gesetzte Ziel, jeden Tag etwas anderes zu bieten, da sie auch in Walldorf und Umgebung immer viel zu sehen bekommen, wurde mehr als erreicht.
Auf ein baldiges Wiedersehen in Walldorf see you soon in Walldorf.

Lehrgang Absturzsicherung - Sept.2013

Für Arbeiten in absturzgefährdeten Bereichen und, um Personen in größeren Höhen sichern zu können, verfügt die Feuerwehr Walldorf über zwei "Gerätesätze Absturzsicherung". Dieser Gerätesatz kommt immer dann zum Einsatz, wenn Feuerwehrleute auf Dächern, an Dachkanten oder außerhalb des Korbes des Teleskopmastfahrzeuges arbeiten müssen. Zuletzt war dies bei der Überlandhilfe im Juli in Reutlingen, nach dem verheerenden Hagelsturm, der Fall. Doch mit dem Gerätesatz können auch verunfallte Personen gesichert werden, zum Beispiel auf Baukränen. Um für Einsätze dieser Art auch in Zukunft gerüstet zu sein, nahmen Ende September drei Kameraden an einem Lehrgang des Rhein-Neckar-Kreises in Angelbachtal teil.

Unter der Anleitung von drei erfahrenen Höhenrettern der Berufsfeuerwehr Mannheim, welche auch ehrenamtlich bei Feuerwehren im Rhein-Neckar-Kreis tätig sind, lernten die Kameraden aus Walldorf in einem theoretischen Teil nicht nur die Rechtsgrundlagen, Knoten und verschiedenen Begrifflichkeiten, sondern auch die verschiedenen Einsatzszenearien und auch die Einsatzgrenze des Gerätesatzes kennen. Im anschließenden praktischen Teil konnte das Erlernte dann umgesetzt werden. Drehte sich am ersten "praktischen Samstag" noch alles um Höhengewöhnung und das vertraut machen mit dem Material, ging es am nächsten Samstag in luftige Höhe. Neben einem Vorstieg an einer Drehleiter, welcher normal als auch im negativen Winkel (sprich auf der Rückseite der Leiter) durchgeführt wurde, stand am Nachmittag ein Baukran als Übungsobjekt zur Verfügung. Mehre Varianten des Vor- und Querstiegs konnten hier geübt werden. An diesem Übungsobjekt konnte auch jeder die Einsatzgrenze des Gerätesatzes kennen lernen. Sehr schnell war das zur Verfügung stehende Material verbaut. Zum Ende des Lehrgangs wurde am Kran auch eine Abschlussübung durchgeführt. Es galt zu zweit einen Vorstieg vorzunehmen und eine Person, welche am Gittermast hing, zu sichern und gemeinsam mit der Mannschaft am Boden sicher abzulassen.
Vielen Dank an das Ausbildungsteam um Jochen Kattermann für 3 lehrreiche Tage.

JD

Helferfest in Reutlingen - 19.10.13

Ende Juli ereignete sich in Reutlingen und Umgebung ein folgenschweres Unwetter mit massiven Hagelschäden. Auch die Feuerwehr Walldorf wurde in den Folgetagen über das Regierungspräsidiums Karlsruhe zur Unterstützung der örtlichen Wehren angefordert. Einen ausführlichen Bericht hierzu finden Sie hier.
Als Dank für die Hilfe luden die Städte Reutlingen und Metzingen am 19.Oktober alle Hilfskräfte zu einem Helferfest ein. Wegen der Walldorfer Kerwe konnte jedoch leider nur eine kleine Delegation aus Walldorf der Einladung folgen.
Über 800 Mitglieder von Feuerwehr, THW, Rotem Kreuz, Polizei und anderen Hilfsorganisationen trafen sich in der Gutenberghalle in Riederich nahe Metzingen und nahmen die dankenden Worte von Landrat Thomas Reumann, Bürgermeisterin der Stadt Reutlingen Barbara Bosch sowie Bürgermeister der Stadt Metzingen Dr. Ulrich Fiedler entgegen. Unterstrichen wurde erneut die Einsatzbereitschaft aller Helfer, die mit über 500 Fahrzeugen, davon 34 Hubrettungsfahrzeuge von 40 Feuerwehren, mehrere tausend Einsatzstellen abarbeiteten und bei strömendem Regen und später sengender Hitze beschädigte Gebäude sicherten und Betroffene betreuten.
Am Ende der Danksagungen wurde das gemeinsame Essen durch einen Feuerwehr Chor eingeleitet und anschließend durch eine Bilderpräsentation aus den Tagen nach dem Sturm abgerundet.
Was es heißt auf die Hilfe anderer Wehren angewiesen zu sein, erfuhren die Walldorfer Feuerwehrleute zuletzt am 30.Mai 2008, als ein Unwetter mit Starkregen in Walldorf für fast 200 Einsatzstellen sorgte. Auch hier kamen Feuerwehren aus dem Umkreis und halfen den Walldorfern die Wassermassen aus den Kellern zu pumpen.
Aus diesem Grund war es keine Frage, dass wir dem Hilferuf aus Reutlingen folgten, auch wenn solche entfernten Einsätze nicht alltäglich sind.

Kerwemontag im Haus der Feuerwehr - 21.10.2013

Wie jedes Jahr lud die Freiwillige Feuerwehr Walldorf am Kerwemontag ab 11:00Uhr ins Haus der Feuerwehr in den Schlossweg ein. Obwohl das Wetter in den vergangenen Jahren auch schon mal etwas sonniger war, kamen viele Gäste, um das Kerwewochenende bei ihrer Feuerwehr ausklingen zu lassen. Schweinshaxen, Leberknödel, Steak oder Curry Wurst, keiner musste bei der Auswahl hungern. Am Abend wurde durch die Band 'Mondspritzer' und die Guggemusik Gruppe 'Stobblhobblä' aus Forst ordentlich eingeheizt, so dass bis Mitternacht gute Stimmung herrschte.

Übungsblock Techn. Hilfeleistung - 10.+24.10.2013

An zwei Donnerstagen im Oktober wurden Übungen zur technischen Hilfeleistung an der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal durchgeführt.
Mehrere Stationen warteten hier auf die Übungsteilnehmer. Ein unter einen Waggon geratenes Fahrzeug stellte die erste Aufgabe für die Einsatzkräfte dar. Es war den Gruppen überlassen mit welcher Strategie sie den über 20 Tonnen schweren Kesselwagen anheben wollten, um das Fahrzeug und die darin eingeklemmte Person hervor zu ziehen.
Zum Einsatz kamen hierbei z.B. Holzbalken, Hebekissen, Stützen oder hydraulisches Hebegerät. An beiden Tagen wurde der PKW erfolgreich unter dem Kesselwagen befreit und der Zugang zu der verletzten Person war gegeben.
Weiterhin standen der Umgang mit Kettensägen und dem Schweißbrenner auf dem Plan. Der Einsatz von Kettensägen ist durch Unwetter und daraus resultierende Schäden noch relativ häufig, der Schweißbrenner gehört jedoch zu den eher selten eingesetzten Geräten. Gerade deswegen ist aber ein regelmäßiges Üben unerlässlich. Ausbilder und Übungsteilnehmer konnten im Anschluss eine positive Bilanz ziehen und diesen Übungsblock zufrieden abschließen.

Ausflug in die Rhein-Neckar-Arena - 02.11.2013

Am 02. November traf sich ein Großteil der Walldorfer Wehr mit Partnern zu einem Ausflug in die Rhein-Neckar-Arena in Sinsheim. Das Bundeligaspiel 1899 Hoffenheim gegen den FC Bayern München war für diesen Nachmittag angesetz. Nach einem kleinen Umtrunk im Feuerwehrhaus ging es mit Bussen nach Sinsheim ins Stadion. Nachdem sich die Truppe in der Fankneipe gestärkt hatte, konnten die Plätze mit guter Übersicht über das Spielfeld eingenommen und das Spiel verfolgt werden. Nach der Führung der Hoffenheimer sah es schon nach einem potentiellen Sieg der Heimmannschaft aus, jedoch musste sie sich am Ende doch den Bayern geschlagen geben.
Trotz des schlechten Wetters hatten alle Ausflügler einen schönen Tag und werden sich gerne an diesen erinnern.
Für die Einladung zu einem solchen Fußballspiel und die gezeigte Anerkennung der ehrenamtlichen Arbeit, die die Freiwillige Feuerwehr immer wieder unter Beweis stellt, möchten sich alle Feuerwehrleute sowie ihre Partner recht herzlich bei Familie Gerd Oswald bedanken.

Erfahrungsaustausch mit Bundeswehr - 06.11.2013

Am leicht verregneten Abend des 06. November fand auf dem Hof der Feuerwehr Walldorf ein absolut nicht alltäglicher Erfahrungs- und Informationsaustausch zwischen Bundeswehr und Feuerwehren des Rhein-Neckar-Kreises statt.
Im Speziellen waren dies das ABC-Abwehrregiment aus Bruchsal, eine Gruppe des Landratsamts Rhein-Neckar-Kreis sowie die Feuerwehren Leimen, Ladenburg und Walldorf, welche im Rhein-Neckar-Kreis mit ihren Messfahrzeugen für das Messen und Aufspüren von Gefahrstoffen zuständig sind.
Eine siebenköpfige Mannschaft der Bundeswehr war mit einem Fuchs Spürpanzer nach Walldorf gekommen, um diesen vorzustellen. Von der technischen Ausstattung bis zu den Spür- und Messmöglichkeiten wurde das 17 Tonnen schwere und 320 PS starke gepanzerte Fahrzeug den interessierten Feuerwehrleuten vorgestellt. Beeindruckend waren die unterschiedliche Herangehensweise sowie die in Kriesengebieten benötigten Schutzmaßnahmen, die das im Grunde gleiche Ziel bei Bundeswehr und Feuerwehr doch zu so unterschiedlicher Ausstattung führen. So ist es möglich direkt aus dem durch Überdruck geschützten Panzer mit Greifern und Hilfsmitteln eine Bodenprobe zu entnehmen, ohne das Fahrzeug verlassen zu müssen. Dies konnte auch selbst durch die Feuerwehrleute erprobt und beobachtet werden.
Als Fazit bleibt zu sagen, dass es sich um eine sehr aufschlussreiche Vorführung handelte und die Feuerwehren danken Herrn Thomas Kockskämper vom Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis, Amt für Feuerwehr und Katastrophenschutz, für die Organisation dieses Abends sowie den Kameradinnen und Kameraden der Bundeswehr, dass sie sich die Zeit genommen haben den Mitgliedern der zivilen Gefahrenabwehr ihre Ausrüstung zu zeigen. Gerne sind sie eingelden bei einem weiteren Termin auch die technischen Möglichkeiten der Feuerwehren anzuschauen und zu vergleichen.

Wegweiser zu Partnerfeuerwehren - 16.11.2013

Wer seit dem vergangenen Wochenende am Feuerwehrhaus im Schlossweg vorbei kommt, wundert sich gegebenenfalls über Wegweiser, die die Richtungen zu erstaunlich weit entfernten Orten aufzeigen. Diese Orte sind die Heimat von Feuerwehren, die eine Freundschaft mit der Feuerwehr Walldorf verbindet. Neben den Freiwilligen Feuerwehren aus Gersbach im Süd-Schwarzwald und aus Kronshorst bei Hamburg, ist dies auch das Fire Department der Stadt Freeport auf Long Island bei New York. Nach Gersbach und Freeport fahren die Feuerwehrleute aus Walldorf schon seit vielen Jahren sehr gerne, die Partnerschaft nach Kronshorst ist hingegen noch relativ jung. Im Gegenzug besuchen uns die Wehren zum Beispiel über die Kerwezeit oder zu anderen besonderen Anlässen. Mit den Hinweisschildern wurden im wahrsten Sinne des Wortes 'Zeichen' für die Partnerschaften gesetzt.

Übungsblock Brandbekämpfung - Nov. 2013

Die Einsatzmeldung 'Gebäudebrand mit mehreren vermissten Personen' ist für die Feuerwehr im Ernstfall mit einer enormen Aufgabe verbunden. In verrauchten Räumen neben der Brandbekämpfung nach einer Vielzahl von Personen zu suchen, erfordert Manpower und gut abgestimmte Teamarbeit. Da solch eine Situation gerade im Bereich von öffentlichen Gebäuden, Bürogebäuden, Firmen oder Schulen und Kindergärten auch in Walldorf vorkommen kann, lag der Schwerpunkt dieses Übungsblocks auf der Koordination und dem Vorgehen bei solch einer Einsatzlage. Auch wenn bei solchen Einsätzen umliegende Feuerwehren zur Verstärkung hinzugezogen werden, sind es die ersten Minuten in denen die örtliche Feuerwehr einen Einsatzverlauf in die richtige Richtung lenken muss.
Bei zwei Teilübungen in der Oberen Grabenstraße sowie bei einer Gesamtübung bei der Firma SAP in der Dietmar-Hopp-Allee musste jeweils entsprechend der Einsatzmeldung, neben einer Brandbekämpfung, eine größere Anzahl an vermissten Personen gesucht, gefunden und gerettet werden. Eine bisher eher selten eingesetzte Taktik, dass ein Gruppenführer das Vorgehen nicht von außen sondern im Gebäude selbst koordiniert, wurde hierbei erfolgreich erprobt. Der große Vorteil liegt dabei in den kürzeren Kommunikationswegen zwischen suchender Mannschaft und dem Gruppenführer im Gebäude sowie in der besseren Lageeinschätzung vor Ort. Gepaart wird dies mit einer zweiten Mannschaft, die sich nur auf die Rettung der Personen aus dem Gebäude konzentriert. Die Aufteilung in suchende und rettende Mannschaft spart Wege und das Zurechtfinden in den örtlichen Gegebenheiten.
Die Gesamtübung bei der Firma SAP war so aufgezogen, dass sich ein Brandmeldealarm vor Ort in die oben beschriebene Lage wandelte und ein schnelles Umschalten von den Standardabläufen eines Brandmeldealarms zu einer großangelegten Personensuche erforderlich wurde. Aber gerade solche Dinge machen die Arbeit der Feuerwehr so unberechenbar und erfordern auch für Freiwillige Feuerwehren wie in Walldorf eine gute Ausbildung und die notwendige Ausrüstung.
Ein Dank geht an die Planer dieses Übungsblocks.

Aussprache - 06.12.2013

Am Nikolaus versammelten sich die Mitglieder der Feuerwehr zur alljährlichen Aussprache im Feuerwehrhaus. Nach der Begrüßung durch den Kommandanten Frank Eck stellte sein Stellvertreter Alexander Hauger den Dienstplan für das Jahr 2014 vor. Anschließend wurde gemeinsam mit der Mannschaft und dem Kommando verschiedene Aktivitäten, Ereignisse und Diskussionspunkte aus dem vergangenen Jahr besprochen. Wie gewohnt gab es keine größeren Unstimmigkeiten und ein positives Fazit konnte für das Jahr 2013 gezogen werden.
Bevor es zum gemütlichen Teil des Abends gehen konnte bedankte sich das Kommando sowie die Stadt Walldorf mit einer kleinen Sporttasche für jedes Feuerwehrmitglied für die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr.

Spendenübergabe Bäckerei Rutz - 11.12.2013

In der Vorweihnachtszeit lud Familie Rutz erneut in ihre Bäckerei Zentrale in der Altrottstraße in Walldorf zu einer Spendenübergabe an gemeinnützige Organisationen sowie für besondere Tätigkeiten und Engagement für Hilfsbedürftige.
Auch die Feuerwehr Walldorf wurde bedacht und erhielt als Dank für die freiwillige Arbeit im Dienst der Stadt Walldorf und ihren Bürgern eine Spende in Höhe von 1000 Euro.
Die Freiwillige Feuerwehr Walldorf bedankt sich recht herzlich für die großzügige Spende und wünscht Familie Rutz sowie der Bäckerei Rutz eine schöne Weihnachtszeit.

Letzter Einsatz

148

17.10.2017

Zimmerbrand

Rheinstraße

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Rauchmelderpflicht in Baden-Württemberg

Seit dem 01.01.2015 gilt auch in Baden-Württemberg eine Rauchmelderpflicht.

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Euro-Notruf 112

Seit 2008 sind Feuerwehr und Rettungsdienst europaweit unter der 112 erreichbar.

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Helfen Sie der Feuerwehr bei ihrer Arbeit - es kostet nur wenig Zeit

Mitglieder einer Freiwillige Feuerwehr sind rund um die Uhr bereit ihre Freizeit zu opfern, um anderen zu helfen. Helfen auch Sie mit, dass die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer nicht unnötig erschwert wird. Achten Sie bitte im Alltag auf diese Punkte.

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