Aktivitäten der Feuerwehr 2011

Wiederaufbau TSA

Was vermutlich die wenigsten Walldorfer Bürger wissen, das erste motorisierte Löschfahrzeug der Stadt Walldorf, ein Opel Blitz LF8 (Löschgruppenfahrzeug) aus dem Jahr 1949, wird auch heute noch durch die Feuerwehr zum Erhalt eines Stücks Stadtgeschichte für gelegentliche Oldtimerfahrten und besondere Aktivitäten genutzt.
Zu Zeiten des Einsatzdienstes dieses Fahrzeugs (bis Anfang der 70er Jahre) wurde jedoch zum Transport der notwendigen Ausrüstung ein TSA (Tragkraftspritzenanhänger) aus dem Jahr 1942 angekuppelt, da damals die Nutzlast der Fahrzeuge ein Verlasten aller Gerätschaften auf dem Löschfahrzeug noch nicht zuließ.
Dieser TSA konnte jedoch aus Zeit- und Platzgründen in den vergangenen Jahrzehnten leider nicht so erhalten werden wie es bei Mathilde, dem Löschgruppenfahrzeug, der Fall war und ist.
Er wurde über die Jahre hier und dort abgestellt bis er schlussendlich auf einem Bauernhof unter freiem Himmel niemandem mehr im Weg war und in einem Gebüsch zu verschwinden drohte.
Im Frühjahr 2010 entschloss sich dann eine kleine Gruppe von Kameraden, dass man unbedingt das ursprüngliche Gespann wieder gemeinsam auf die Strasse bringen sollte. So wie es in den 50er und 60er Jahren in Walldorf der Fall war, wenn die Freiwillige Feuerwehr zu hellem Feuerschein ausrückte.

Nach einer intensiven Begutachtung des Zustandes stand fest, dass der Zahn der Zeit leider schon stark an der Substanz genagt hatte und man nur mit Hilfe vieler neu anzufertigenden Teile eine Chance haben würde den TSA wieder flott zu machen. Rost und morsches Holz waren an allen Ecken und Enden vorherrschend.
Durch Zufall konnte jedoch ein gut erhaltener und nahezu baugleicher Anhänger von einer Feuerwehr aus der Nähe von Eisenach erstanden werden, der als Basis für unsere Restauration dienen sollte. Der Vorteil dieser Variante ist die Verwendung von zeitgenössischen Teilen, da dieser TSA nur 6 Monate nach unserem TSA produziert wurde. Nur sehr wenige Dinge mussten neu angefertigt werden.
In ca. 80 Stunden wurde somit von Sommer bis Winter 2010 alles noch Verwendbare unseres alten TSA (darunter auch die alten Saugschläuche, Beleuchtung, Halterungen, Griffe und einiges mahr) mit dem Ersatzanhänger verheiratet, einiges an neuer Farbe aufgebracht und es entstand wieder ein technisch und optisch sauberer TSA wie er vor einigen Jahrzehnten in Walldorf im Einsatzdienst stand.

Nun steht noch die technische Abnahme und die Zulassung des Anhängers aus, bevor im Frühling und Sommer 2011 der ursprüngliche Walldorfer "Löschzug" wieder auf die Strasse kommt.

Ehrungen und Beförderungen - 21.01.2011

Eine besondere Tagesordnung hatte der Gemeinderat am 21. Januar vor sich: die Ehrung und Beförderung von Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Walldorf.

An Manuela Hauger und Frank Winnes konnten stellv. Kreisbrandmeister Axel Schuh und Unterkreisführer Hermann Würzer das silberne Ehrenzeichen und eine von Innenminister Heribert Rech unterzeichnete Ehrungsurkunde des Landes für 25 Jahre aktiven Dienstes überreichen.

Hermann Trunk konnte sich über das Ehrenabzeichen in Gold für vierzig Jahre aktiven Dienstes freuen.

Eine Sonderehrung überreichten Kurt Spiegel als stellvertretender Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes und sein Kamerad Thomas Frank. Bernd Wolfbeisz erhielt die Ehrennadel in Bronze für 30 jährige und Gisela Peterka für 25 jährige Mitgliedschaft bei der Feuerwehr.

Kommandant Frank Eck und sein Stellvertreter Manfred Nauert konnten anschließend Tanja Frey, Timo Knopf und Lena Nicolai für 10 Jahre aktiven Dienstes einen Korb mit Bier und Bierglas überreichen.

Ihrem Chef, Bürgermeister Heinz Merklinger, machte die Feuerwehr zum Abschied eine besondere Freude. Für "hervorragende Leistungen" erhielt Merklinger aus der Hand von Kurt Spiegel die Deutsche Feuerwehrehrenmedaille.

Gleich drei Unternehmen erhielten die Auszeichnung des Deutschen Feuerwehrverbandes "Partner der Feuerwehr". Als wichtige Partner der Feuerwehr bekamen Ikea Walldorf, die SAP AG und Hoffmann Reisen ein Förderschild mit Urkunde.

Ihre allererste Auszeichnung, die Jugendflamme, erhielten folgende Mitglieder der Jugendfeuerwehr: Oliver Arndt, Nicolas Criegee, Fabian Ettner, Michael Geschwill, Dilara Kurt, Jazmyn Mooers, Felix Müller und Anton Scheider.

Auch Beförderungen standen auf der Tagesordnung. Aus den Feuerwehrmannanwärtern Torben Deschner und Marvin Spannagel wurden Feuerwehrmänner. Alberto Hetzel, Wolfgang Weber, Ferdinand Weißbrod und Lena Nicolai wurden vom Feuerwehrmann zum Oberfeuerwehrmann befördert. Und die bisherigen Oberfeuerwehrmänner Maximilian Bowitz, Perry Frueh, Andreas Guld, Christian Hornig und Dennis Kollenz dürfen sich nun Hauptfeuerwehrmänner nennen. Jurek Dudler und Dirk Frey, bislang Hauptfeuerwehrmänner, wurden zu Löschmeistern befördert.

Als besondere Gäste konnte Kommandant Eck Mitglieder des Motorradclubs "Rhein-Neckar-Chapter" aus Ludwigshafen und Mannheim begrüßen. Bei einer Ausfahrt, die die Harley-Davidson-Fahrer am Kerwesamstag 2010 in die Nähe von Walldorf brachte, verunglückte ein Fahrer tödlich. Die Feuerwehr Walldorf betreute die Gruppe danach im Feuerwehrhaus. Als Dank überreichten sie zwei Schecks in Höhe von 700 Euro an die Jugendfeuerwehr.

Im Anschluss an diese Feierstunde luden die Geehrten die Anwesenden zu einer Feier ins Feuerwehrhaus ein.

Fahrsicherheitstraining in Hockenheim - 27.02.2011

Am frühen Sonntagmorgen den 27.02.2011 machte sich eine Gruppe Walldorfer Feuerwehrleute auf den Weg zum Hockenheimring. Es ging jedoch nicht zu einer Rennveranstaltung, sondern zu einem Fahrerlehrgang bzw. Fahrsicherheitstraining mit den Einsatzfahrzeugen.
Wie leider erst vor wenigen Tagen bei einer benachbarten Feuerwehr, kann es im Einsatzfall auch bei den mit Martinshorn und Blaulicht ausgestatteten Einsatzfahrzeugen zu Unfällen kommen. Um diese Situationen möglichst durch Training nicht entstehen zu lassen, fuhren die Wehrleute mit den Fahrzeugen LF20/20, LF8, GW-T, RW2 und MTW1 zum Fahrsicherheitstrainingsgelände am Hockenheim-Ring.
Von einem Instruktor geführt konnten die Teilnehmer so das Fahrzeugverhalten auf nasser Fahrbahn und an nassen Steigungen erfahren. Wassersäulen, die hierbei plötzlich aus dem Boden kommen, stellen Hindernisse dar, die möglichst ohne Berührung kontrolliert umfahren werden müssen.
Eine weitere interessante Erfahrung ist die Rüttelplatte". Überfährt das Fahrzeug diese Platte, wird durch eine schnelle Bewegung der Platte eine Achse seitlich beschleunigt und das Fahrzeug "bricht aus". Mit schnellen Lenkbewegungen muss der Fahrer versuchen ein Drehen des Fahrzeugs zu verhindern.
Durch dieses Training konnten die Maschinisten Erfahrungen für Grenzsituationen sammeln und sind dadurch besser gerüstet, wenn es mal zu einer brenzligen Situation mit den Einsatzfahrzeugen kommt.

Erste-Hilfe-Auffrischungslehrgang

Um neben den Bereichen der Brandbekämpfung und der technischen Hilfeleistung auch bei der Erstversorgung von Verletzten gerüstet zu sein, stand am dritten Wochenende im März eine Auffrischung der Ersten Hilfe im Feuerwehr Haus auf dem Plan. Der Zweitageskurs wurde von den Maltesern Wiesloch durchgeführt, ein zweiter Kurs für weitere Kameraden wird im Spätjahr stattfinden.
Neben der klassischen Herangehensweise beim Auffinden, Betreuen und ggfls. Wiederbeleben einer bewusstlosen Person wurde auch der Einsatz eines AEDs (Automatisierter Externer Defibrillator) besprochen und geübt.
An einigen öffentlich zugänglichen Stellen in Walldorf werden bereits solche AEDs vorgehalten, sollte einmal ein Ernstfall eintreten.
Durch eine bebilderte und gesprochene Anleitung stellt die Nutzung auch für Laien kein größeres Problem dar.

Eine Übersicht der in Walldorf zugänglichen AEDs findet sich auf der Seite der Stadt Walldorf: AED-Übersicht Stadt Walldorf

Weiter folgte die Versorgung von Wunden (Brandwunden, Schnittwunden, Brüche, ...) und das richtige Anlegen eines "Stiff-Necks" zur Stabilisierung der Wirbelsäule nach einem Unfall.
Zum Schluss wurde bei schönstem Sonnenschein anhand von Fallbeispielen das zuvor Erlernte in praktischen Übungen "abgeprüft". Vom Ausbilder ausgedachte Szenarien mussten von "Rettungsteams" abgearbeitet werden. Da sich alle Verletzten gut betreut fühlten und zufrieden wieder aufstanden, konnte der Kurs erfolgreich beendet werden.

Jahreshauptversammlung - 01.04.2011

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung am 01. April 2011 wählten die aktiven Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Walldorf eine neue Führungsspitze.
Der bisherige Kommandant Frank Eck, welcher seit 10 Jahren die Freiwillige Feuerwehr Walldorf leitet, wurde erneut als Kommandant gewählt.
Manfred Nauert, der nach dem Tod des bisherigen 1. stellvertretende Kommandant Michael Schmidt im Juli 2010 das Amt übernahm stellte sich nicht mehr zur Wahl.
Als 1. und 2. stellvertretender Kommandant wurde Alexander Hauger und Thorsten Plachta gewählt.
Nach Zustimmung zur Wahl durch den Gemeinderat, werden der neue Kommandant und sein Stellvertreter förmlich in ihr Amt berufen.
Nach dem Bericht des Leiters des Spielmannszugs, des Jugendfeuerwehrwarts, des Kassenwarts und des Kommandanten gab es als weitere Höhepunkte des Abends Ehrungen und Beförderungen.
Willi Stangl erhielt für 25 Jahre aktiven Dienst das silberne Ehrenzeichen des Landes Baden-Württemberg vom stellv. Kreisbrandmeister Axel Schuh und Unterkreisführer Hermann Würzer überreicht.
Theo Hoffmann vom Busunternehmen Hoffmann in St. Ilgen wurde für seine Unterstützung der Feuerwehr Walldorf mit dem silberne Ehrenzeichen des Kreisfeuerwehrverbandes geehrt und Dr. Rainer Jantzen erhielten die Auszeichnung des Deutschen Feuerwehrverbandes "Partner der Feuerwehr" überreicht.
Bürgermeisterin Christiane Staab durfte ihre erste Beförderung vornehmen: Sven Olbert wurde zum Oberfeuerwehrmann befördert.
Bürgermeister i.R. Heinz Merklinger erhielt aus den Händen von Kommandant Frank Eck die Urkunde als Ehrenmitglied der Feuerwehr überreicht. Die Feuerwehr Walldorf würdigt mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft die großen Verdienste von Heinz Merklinger für die Feuerwehr.

Gefahrgut und Strahlenschutzübung in Schwetzingen

Am Freitag den 6.Mai stand die erste von jährlich zwei gemeinsamen Übungen mit der Feuerwehr Schwetzingen zum Thema Gefahrgut und Strahlenschutz auf dem Dienstplan. Grund hierfür ist die Zuständigkeit der beiden Wehren für Strahlenschutz Einsätze im Rhein-Neckar-Kreis.
Angenommen wurde ein Verkehrsunfall mit einem Tankwagen und einem Kleintransporter. Durch die Lage auf Schwetzinger Gemarkung war diese Wehr zuerst vor Ort und leitete aufgrund der Kennzeichnung des Tankwagens einen Gefahrguteinsatz unter Vollschutz ein. Während des Einsatzgeschehens änderte sich jedoch die Lage als erkannt wurde, dass der Kleintransporter ebenfalls eine Gefahrgut Kennzeichnung mit dem Hinweis auf atomare Stoffe trug.
Aus diesem Grund wurde die Feuerwehr Walldorf hinzu gezogen, um die Dekontamination der Schwetzinger Kollegen nach dem Einsatz sicherzustellen. Hierzu baute die Walldorfer Wehr den Dekontaminationsplatz für Strahlenschutz auf, überprüfte Einsatzkräfte und Gegenstände beim Verlassen des Gefahrenbereichs und unterstütze die Schwetzinger Kameraden.
Trotz der bewusst eng gewählten Platzverhältnisse verlief die Übung positiv und die beiden Wehren konnten ihre gemeinsame Arbeit unter Beweis stellen.
Im Anschluss ging es ins Schwetzinger Feuerwehrhaus wo der Übungsabend am Grill mit sehr guter Bratwurst ausklingen konnte.

Brandbekämpfungsübung - Kapellenweg

Im Mai fand der zweite Übungsblock Brandbekämpfung der Freiwilligen Feuerwehr Walldorf im Jahr 2011 statt.

Nachdem im ersten Block im Januar Grundlagen wie das Stellen von tragbaren Leitern und Lüftern vertieft worden war, lag nun der Schwerpunkt auf dem Vorgehen der Trupps unter Atemschutz im Innenangriff. Die ersten beiden Übungen im Mai wurden als Gruppenübungen durchgeführt. Als Übungsobjekt diente uns ein leerstehendes städtisches Gebäude im Kapellenweg. Bei diesen Übungen war auch nochmals das Stellen von tragbaren Leitern ein wichtiger Punkt. Die Übungsannahme war, dass es im 1.Obergeschoss des Gebäudes brennen würde. Mehrere Personen machten sich an den Fenstern beziehungsweise auf dem rückwärtigen Balkon bemerkbar, da ihnen durch den Rauch der Fluchtweg abgeschnitten war. Eine Person musste mit der 3 teiligen Schiebeleiter aus dem 2. Obergeschoss gerettet werden, drei Personen mit Steckleiterteilen vom Balkon. Parallel zur Menschenrettung über die Leitern gingen 2 Trupps, also 4 Mann, zusammen unter Atemschutz in das "Brandobjekt" vor. Ihre Aufgabe war es, die Brandstelle zu lokalisieren (welche durch einen Heizstrahler und rote Lampen dargestellt wurde), das Feuer zu bekämpfen und nach weiteren eventuellen Opfern zu suchen. Das Objekt war vor der Übung mit mehreren Nebelmaschinen verraucht worden, so dass die Sicht im Gebäude nur wenige Zentimeter betrug. In dem verwinkelten, engen Altbau war das gemeinsame Vorgehen der Trupps unter "Nullsicht" deshalb eine große Herausforderung und bedurfte enger Absprache unter den eingesetzten Kräften.

Ebenso war das nachziehen, der schweren wassergefüllten Schlauchleitung über die steile Treppe und die verwinkelten Fluren höchst anspruchsvoll.

Um die Situation nochmals zu verschärfen wurde im Verlauf der Übung noch ein Atemschutznotfall eingespielt. Annahme war es, das ein Atemschutzgeräteträger den Anschluss an die Anderen verloren hatte und orientierungslos im Gebäude war. Sofort wurde der, bei solchen Lagen bereitstehende Sicherheitstrupp ebenfalls ins Gebäude geschickt um die anderen verbliebenen Kräfte im Gebäude bei der Suche nach ihrem Kameraden zu unterstützen. Der "verunfallte" Feuerwehrmann konnte durch den forcierten Einsatz der Kräfte schnell gefunden werden und wurde aus dem Gebäude gebracht.

Doch nicht nur die Einsatzkräfte im Gebäude hatten mit den Platzverhältnissen zu kämpfen. Auch die Maschinisten der großen Löschgruppenfahrzeuge hatte auf der Anfahrt zum Übungsobjekt eine höchst anspruchsvolle Aufgabe um mussten die schweren LKWs auf Zentimeter abstände durch die Altstadt rangieren.

Aus diesem Grund hatte sich die Übungsleitung auch gegen einen Einsatz unseres Teleskopmastfahrzeuges bei den beiden Übungen im Kapellenweg entschieden, das sonst der gesamte Bereich nicht mehr passierbar gewesen wäre.

Die gestellten Aufgaben wurden trotz der schwierigen Platzverhältnisse im und um das Gebäude jedoch größtenteils sehr gut gemeistert und kleinere Fehler in der anschließenden ausführlichen Nachbesprechung analysiert, vor allem die zweite Übung war hier für alle beteiligten sehr lehrreich.

Brandbekämpfungsübung - Hotel Ambiente

Die dritte und letzte Übung dieses Blocks im Mai wurde als Gesamtübung durchgeführt.

Als Übungsobjekt diente uns das Hotel Ambiente, wo wir freundlicherweise eine Übung durchführen durften. Übungsannahme war ein Brand in der Tiefgarage, eine Person, welche sich im dortigen Stuhllager aufgehalten hatte, wurde vermisst. Der Rauch drang jedoch auch in angrenzende Kellerräume des Hotels vor, so dass nicht ausgeschlossen werden konnte, dass dort weitere Personen vom Rauch eingeschlossen waren. Die Tiefgarage des Hotels wurde für die Übung mit einer Nebelmaschine verraucht, so dass die Vorgehenden Trupps des ersten Löschgruppenfahrzeuges praktisch keine Sicht hatten. Ihr Auftrag war es die vermisste Person zu finden und zu retten sowie das Feuer zu bekämpfen. Besonders schwierig war hier der lange Anmarschweg bis zu der Stelle wo die Person vermutet wurde. Parallel zum ersten Löschgruppenfahrzeug wurde der Teleskopmast in Stellung gebracht, um eine bettlägerige Person (Dummy) retten zu können. Der Maschinist des Fahrzeugs musste sein ganzes fahrerisches Können aufbringen, um das Fahrzeug unter extrem schwierigen Platzverhältnissen in Stellung zu bringen. Das Fahrzeug konnte nur so abgestützt werden, dass ein parkender PKW im Zwischenraum der ausfahrenden Abstützung praktisch eingekeilt war.

Während der Teleskopmast das Fenster anfuhr, ging die Mannschaft des zweiten Löschgruppenfahrzeuges in den Keller. Dieser war jedoch nicht verraucht worden und die Mannschaft nutzte einen rückwärtigen Eingang, um den laufenden Hotelbetrieb nicht mehr als notwendig zu stören. Am Ende der Kellertreppe bekamen die Feuerwehrmänner jedoch die Sichtscheiben ihrer Atemschutzmasken abgedeckt. Dadurch konnten auch sie sich nur tastend und fühlend vorwärts bewegen. In diesem Bereich fand sich jedoch kein weiteres eventuelles Opfer. Auf der anderen Seite des Kellers, in der Tiefgarage, war in der Zwischenzeit die vermisste Person gefunden und zügig gerettet worden, so dass alle Aufgaben zur vollsten Zufriedenheit der Übungsleitung abgearbeitet worden waren. Nach kurzer Nachbesprechung wurden wir vom Hotel Ambiente noch zu einer Erfrischung und einem Teller Gulaschsuppe eingeladen.

An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an Herr Hoffner und das Team des Hotel Ambiente, für die Möglichkeit bei laufendem Hotelbetrieb die Übung durchführen zu können.

Wie sinnvoll solche Übungen jedoch sein können, zeigten die Brände in anderen Hotels im Jahre 2009 und 2010. Auch hier hatte die Feuerwehr in der Vergangenheit Übungen abgehalten und konnte, da die Örtlichkeiten bekannt waren, durch schnelles und effizientes Eingreifen größeren Schaden verhindern.

Einweihung Werbebus

Feuerwehren Wiesloch und Walldorf machen gemeinsame Sache
- Künftig werben beide Feuerwehren auf einem Linienbus -

Gemeinderäte, der Kreisfeuerwehrführung, des Kreisfeuerwehrverbands und der Firmen. Auch zahlreiche Feuerwehrangehörige, Jugendfeuerwehrleute sowie Freunde und Gönner der Wehren waren der Einladung gefolgt.

Frank Eck zeichnete zuerst ein Bild von der Entstehungsgeschichte des Projekts. Demzufolge ist die Idee am Rande der gemeinsamen Treffen zwischen der Walldorfer und Wieslocher Feuerwehr sowie HDM-Werkfeuerwehr entstanden. Bei solchen Arbeitssitzungen wird die Zusammenarbeit der Wehren über den regulären Einsatzdienst hinaus fortgeschrieben. So wird laut Frank Eck bei Wartungsverträgen zusammengearbeitet oder darauf geachtet, dass spezielle Sondergerätschaften nicht doppelt vorgehalten werden und sich die Feuerwehren hierbei sinnvoll ergänzen. "Werden Spezialgerätschaften benötigt, die wir nicht vorhalten, wird die Nachbarwehr hinzugezogen", verdeutlichte Walldorfs Feuerwehrchef die Vorgehensweise. "Mit unserem gemeinsamen Werbebus möchten wir diesen Weg auch bei der Öffentlichkeitsarbeit gemeinsam gehen und uns auf die Zukunft einstellen". "Akute Personalnot besteht zwar nicht, aber wir schauen bereits voraus", ergänzte Eck.

Besonderen Dank sprach Frank Eck den Sponsoren des Projekts aus. Dazu zählt allen voran die Firma "Fahr mit" Hoffmann Reisen GmbH aus Leimen-St.Ilgen, die ein Fahrzeug der Linienbusflotte kostenfrei für die Beklebung zur Verfügung stellte. Zur Umsetzung trugen die Firma SAP AG, Gerd Oswald mit privaten Mitteln, die Stadt Walldorf und der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Wiesloch, Abteilung Wiesloch e.V. bei.

Den Abschluss von Frank Ecks Rede bildete ein kurzes Gedenken an die verstorbenen Feuerwehrleute des 11. September. Auch von Walldorfs Partnerwehr Freeport kamen Einsatzkräfte im World Trade Center zu Tode.

Wieslochs Abteilungskommandant Jürgen Bodri hieß im Anschluss die Ehrenkommandanten Rainer Kircher, Gerolf Sauer, Werner Filsinger sowie weitere Wieslocher Gäste willkommen.

Ihm folgte Walldorfs Bürgermeisterin Christiane Staab mit ihrer Ansprache, die sich sehr über das gemeinsame Projekt der beiden Feuerwehren im Doppelzentrum freute. Besonders stellte sie die ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehrfrauen heraus, die durch ihren Aufenthalt am Wohnort tagsüber zur "Verstärkung der Einsatzmannschaften" beitragen. Generell würdigte sie das ehrenamtliche Engagement und den Weg der gemeinsamen Nachwuchswerbung.

Mit einer imposanten Zeremonie wurde das Werbefahrzeug anschließend am Walldorfer "Haus der Feuerwehr" präsentiert. Verdeckt durch ein Tuch konnten die zahlreichen Gäste zunächst nur schemenhaft einen Bus erahnen. Begleitet durch eindrucksvolle Musik, Diskonebel und Feuerwerk wurde das Fahrzeug durch die Wieslocher Drehleiter und das Walldorfer Teleskopmastfahrzeug unter lautem Beifall freigelegt.

Künftig soll es mit seiner großflächig angebrachten Werbekampagne zur Mitgliedergewinnung der Feuerwehren in Walldorf und Wiesloch beitragen.

Das Fahrzeug, ein Mercedes-Benz Linienbus der Leimener Firma "Fahr mit" Hoffmann Reisen GmbH, wird auf den VRN-Linien 717 und 710 verkehren. An Schultagen wird damit ab morgens die Strecke von Leimen nach Nußloch , Wiesloch und Walldorf über Rot abgedeckt. Desweiteren wird das Fahrzeug auf den Strecken Schwetzingen Mannheim, Heidelberg Speyer und zwei weiteren Routen eingesetzt.

Wie Walldorfs Feuerwehrkommandant Frank Eck berichtet, soll die angebrachte Werbung vor allem den Wehren des Doppelzentrums nutzen, kommt aber durch die Fahrten im Umland auch den dortigen Feuerwehren zu Gute.

An beiden Seiten und auf dem Heck des Busses sind hierzu Motive angebracht, die vor allem Frauen und Kinder für das Mitmachen im Ehrenamt begeistern sollen. Aber auch das Thema Migranten in der Feuerwehr ist den Floriansjüngern wichtig. Diese sollen sich durch die Feuerwehrleute mit ausländischen Wurzeln angesprochen fühlen, die selbstverständlich Bestandteil der Motive sind.

"Mit unseren einprägsamen Slogans wie "gemeinsam sind wir stark" und "Frauen lassen nichts anbrennen" möchten wir die Aufmerksamkeit auf unser vielschichtiges und tolles Ehrenamt lenken", fasst Wieslochs Abteilungskommandant Jürgen Bodri den Zweck des Fahrzeugs zusammen.

Für die grafische Umsetzung konnten die Feuerwehren das Wieslocher Unternehmen Freiraum Werbeagentur gewinnen, dass schon seit Jahren die Arbeit der Feuerwehren unterstützt und selbst als "Partner der Feuerwehr" ausgezeichnet wurde. Die Beklebung wurde durch die Firma Gruber aus Bad Rappenau übernommen, die auf große Busse spezialisiert ist.

Als Abschluss der Veranstaltung luden die Wehren zu einem gemeinsamen Weißwurst-Frühstück ein. Begleitet durch den Spielmannszug der Walldorfer Feuerwehr, der das "Badnerlied" anstimmte, kam in der Fahrzeughalle eine gemütliche Stimmung auf, bei der man sich nach Herzenslust austauschen konnte.

Quelle: Feuerwehr Wiesloch (Marco Friz)

Video zur Buseinweihung

Kerwemontag im Haus der Feuerwehr

Am 17.10.2011 lud die Feuerwehr Walldorf wie gewohnt ins "Haus der Feuerwehr" im Schlossweg 11a zu Kaffe, Kuchen sowie Gegrilltem und den berühmten Haxen.
Für die Bevölkerung ist diese Veranstaltung schon seit Jahren ein fester Bestandteil des Walldorfer Kerwe Wochenendes.
Bereits am Vormittag öffneten sich die Tore bei strahlendem Sonnenschein und die Einsatzfahrzeuge mussten für einen Tag Tischen und Bänken weichen.
Noch während des Tages zwangen die Alarmglocken die Feuerwehrfrauen und -männer zweimal zum Aufbruch, am Abend hingegen blieb es glücklicherweise ruhig und es konnte gemeinsam gefeiert werden. Neben vielen Walldorfer Bürgern und Nachbarn aus umliegenden Städten und Gemeinden waren auch jeweils wieder Gruppen unserer Partnerfeuerwehren aus Freeport, NY und Gersbach im Schwarzwald sowie der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Kronshorst bei Hamburg mit Familie anwesend.
Die Highlights des Abends waren wie in den vergangenen Jahren die Guggenmusiker "Stobblhobblä" aus Forst, die mit ihrer Musik die Fahrzeughalle zum Beben bringen und die Band "Rainer Kraft & Sascha Krebs", die bis ca. 23:30Uhr die Gäste auf die Tanzfläche zwang.
Die Feuerwehr Walldorf bedankt sich bei der Bevölkerung für das rege Interesse und die positive Resonanz zum Kerwe Montag im Feuerwehrhaus. Ein Dank geht ebenso an alle Helfer dieses Tages.

Übungsblock Gefahrgut

Neben den ersten beiden Übungsblöcken zum Thema Gefahrgut" im Februar und Mai/Juni stand im Oktober dieses Jahres der dritte Block auf dem Dienstplan.
Aufgeteilt in zwei Gruppen- und eine Gesamtübung lag der Schwerpunkt dieses Mal beim Auffangen und Abdichten auslaufender gefährlicher Flüssigkeiten.

Von der Firma Zimmermann aus Sandhausen wurde zu allen Terminen ein Tankwagen gestellt, um den Feuerwehrfrauen und männern eine realistische Einsatzumgebung zu ermöglichen. Angenommen wurden Leckagen an verschiedenen Stellen des Fahrzeugs, am Aufbau oder auch an Transportbehältern.
Die Varianz an möglichen Defekten erfordert ebenso eine Vielzahl von Lösungsmöglichkeiten und Hilfsmitteln für die Feuerwehr. Neben diversen Auffangwannen und Auffangbehältern sind dies verschiedene Pumpen, pneumatische Dichtkissen, Dichtmasse, Dichtkeile, passende Schutzanzüge und vieles mehr.
Diese Möglichkeiten richtig einzusetzen und mit den vorhandenen Materialien notfalls zu improvisieren, war Ziel dieses Übungsblocks.

Die Gesamtübung am 27.Oktober wurde als Einsatzübung aufgezogen, um den kompletten Ablauf von der Anfahrt an die Einsatzstelle bis zur abgeschlossenen Dekontamination der Einsatzkräfte nach vollendeter Arbeit im Gefahrenbereich abzudecken.
Entsprechend des Vorgehens bei Gefahrguteinsätzen übernahm die Besatzung des ersten Löschfahrzeugs (LF20/20) mit Hilfe des Rüstwagens (RW2) den Angriff unter Vollschutz, um die auslaufende Flüssigkeit abzudichten und zu binden. Weitere Aufgabe war das Stellen des Sicherungstrupps. Die Mannschaft des zweiten Löschfahrzeugs (LF20/24) übernahm die anschließende Dekontamination der unter Vollschutz eingesetzten Einsatzkräfte gemeinsam mit der Besatzung des Gerätewagens Transport (GW-T).
Ein Dank geht an Fa. Zimmermann aus Sandhausen für die Bereitstellung der hoffentlich im Alltag niemals undichten Tankwagen.

Übungsblock Technische Hilfeleistung

Kein Ernstfall sondern die Abschlussübung des Übungsblocks 3 zur Technischen Hilfeleistung sorgte am Donnerstagabend, dem 17.November, für eine Teilsperrung des Schlosswegs mit einem großen Aufgebot an Einsatzfahrzeugen der Feuerwehr Walldorf.
Der Fokus dieses Übungsblocks lag auf Verkehrsunfällen mit Lastwagen, wie sie täglich tausendfach die Autobahnen A5 und A6 des Walldorfer Einsatzgebietes befahren.

Die Übungsteilnehmer fanden zwei von Mercedes Benz zu Übungszwecken bereitgestellte Fahrerhäuser vor, in denen laut Übungsplanung nach einem Zusammenprall die jeweiligen Fahrer eingeklemmt waren. Erschwerend kam hinzu, dass das Fahrerhaus der grünen Zugmaschine durch den Aufprall von dem Fahrgestell abgerissen war und nun kopfüber vor den Einsatzkräften lag.
Entsprechend der Standard Einsatz Regel der Feuerwehr Walldorf waren der Vorausrüstwagen (VRW) und der Rüstwagen (RW2) zuerst am Einsatzort" und begannen mit der Absicherung, Erstversorgung und Rettung des Fahrers aus dem grünen Fahrerhaus. Das nachfolgende Löschfahrzeug (LF20/24) übernahm, entsprechend der ersten Erkundung des Fahrzeugführers VRW, die Rettung des Fahrers aus dem silbernen Fahrerhaus. In beiden Fällen mussten mit schwerem Rettungsgerät (hydraulische Scheren, Spreizer, Stempel und Sägen) erst ein Zugang und dann eine Rettungsöffnung geschaffen werden.
Ein weiteres Löschfahrzeug (LF20/20) wurde aufgrund der Schwere der Lage zum Sicherstellen des Brandschutzes hinzugezogen.
Durch die komplizierte Situation an dem abgerissenen Fahrerhaus, musste in diesem Fall auch der sonst vorrangig der Brandbekämpfung dienende Teleskopmast (TM30) eingesetzt werden, da laut Übungsannahme eine Rettung nach oben" notwendig war.
Nachdem alle Aufgaben erledigt waren, konnte in einer gemeinsamen Nachbesprechung eine positive Bilanz aus der Übung gezogen werden. Denn solche Unfälle sind auf den Autobahnen rund um Walldorf keine Seltenheit, was die Einsätze der letzten Jahre leider immer wieder deutlich machen.
Ein Dank geht an dieser Stelle an das gesamte Organisationsteam der Übung und an Mercedes Benz für die Bereitstellung der Fahrerhäuser.

Fußballspiel: 1899 Hoffenheim - SC Freiburg

Am 26. November folgte bis auf sieben Mitglieder die gesamte aktive Walldorfer Feuerwehr sowie die Jugenfeuerwehr der Einladung von Herrn Gerd Oswald zu einem Spiel von 1899 Hoffenheim gegen den SC Freiburg in der Rhein-Neckar-Arena in Sinsheim. Als anerkennende Geste für den Freiwilligen Einsatz der Feuerwehr kam die Einladung dankenswerterweise bereits zum dritten Mal von Herrn Oswald. Neben den Mitgliedern der Feuerwehr Walldorf waren auch einige Feuerwehrleute der Partner-Feuerwehr aus Gersbach im Schwarzwald eingeladen. Nach einer ersten Stärkung in der Fan-Kneipe des Stadions konnte mit Platzkarten direkt hinter dem Tor das Spiel hautnah mitverfolgt werden. Trotz des späten Ausgleichs gegen Hoffenheim war es, wie bei den vergangenen Einladungen, ein gelungener Ausflug für die Floriansjünger.
Die Feuerwehr Walldorf bedankt sich bei Herrn Gerd Oswald für die Einladung und Anerkennung der freiwilligen Arbeit für die Stadt Walldorf. Ebenso geht ein Dank an die Feuerwehr Reilingen, die während dieser Zeit in Walldorf 'Wache hielt' und den Brandschutz der Stadt sicherstellte.

Letzter Einsatz

148

17.10.2017

Zimmerbrand

Rheinstraße

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Rauchmelderpflicht in Baden-Württemberg

Seit dem 01.01.2015 gilt auch in Baden-Württemberg eine Rauchmelderpflicht.

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Euro-Notruf 112

Seit 2008 sind Feuerwehr und Rettungsdienst europaweit unter der 112 erreichbar.

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